Markus Schlemmer

Markus Schlemmer
23.11.2013|19:00|Kulturstall von Schloss Britz
Schloss Britz präsentiert am 23. November wieder Markus Schlemmer im Kulturstall. Diesmal dürfen wir auf einen Soloklavierabend mit einem interessanten Programm gespannt sein.

Das Programm:

Es beginnt mit der Klaviersonate op. 7 von Ludwig van Beethoven, die von seinen Zeitgenossen den heute nicht mehr gebräuchlichen Beinamen „Die Verliebte“ erhielt und endet mit einem großen romantisch virtuosen Werk, den Bildern einer Ausstellung von Modest Mussorgski.

Vor der Pause werden die Cinq études de jazz von Erwin Schulhoff erklingen. Der in Prag geborene Komponist wurde 1942 Opfer der Nazibarbarei. Schulhoff war ein glänzender Pianist, der auch das zweimanualige Vierteltonklavier beherrschte. Er hinterließ ein großartiges und höchst vitales kompositorisches Schaffen.

Der Pianist:

Markus Schlemmer, 1965 geboren, war Schüler von Fritz Emonts. Das Studium begann er bei Detlef Kraus und schloss es bei Karl-Heinz Kämmerling mit dem Konzertexamen ab. Meisterkurse bei Menahem Pressler, Mieczyslaw Horszowski und Dietrich Fischer-Dieskau vervollständigten seine Ausbildung.

Nach erfolgreicher Teilnahme am Deutschen Musikwettbewerb nahm er zweimal an der Bundesauswahl „Konzerte junger Künstler“ teil, u. a. als Liedbegleiter der Mezzosopranistin Michaela Schuster. Er war Stipendiat der Oscar- und Vera-Ritter-Stiftung sowie der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Mit dem Ensemble 13 führte er den Chiffrezyklus von Wolfgang Rihm (Chiffre I – VIII) auf: „Atmosphärisch das gelungenste Konzert der Wittener Tage“ für neue Musik (FAZ; weitere Aufführungen in Hamburg/Amsterdam/Brüssel/Paris).

Er war Dozent an der Universität der Künste in Berlin und wirkte als Gast bei verschiedenen Kammermusikformationen mit, wie z. B.  Linos Ensemble oder Scharoun Ensemble (Berliner Festwochen). Beim Schleswig-Holstein Musik Festival begleitete er den Meisterkurs von Brigitte Fassbaender.

Als Solist konzertierte Markus Schlemmer u. a. mit den Dirigenten Frank Beermann, Michael Halász, Toshiyuki Kamioka und Heinz Wallberg. Rezensionen bescheinigen seinen Konzerten hohes pianistisches Niveau, jugendlichen Esprit und fesselnde Atmosphäre.

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