Himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt
Ein besonderes Konzerterlebnis verspricht die Kulturstiftung Schloss Britz mit diesem Liederabend. Der bekannte Bariton Markus Flaig beehrt das Publikum mit einem umfassenden Programm zu Ehren Hugo Wolfs. Dabei wird er in Fachkreisen und in der Presse für seinen wandelbaren Bass gelobt. In allen Lagen verfügt seine Stimme über einen profunden, voluminösen und darüber hinaus auch höchst elegant geführten Bass. Begleitet wird Markus Flaig von Jörg Schweinbenz, dem vielseitigen Musikprofessor der Universität der Künste. „Himmelhoch jauchzend – zum Tode betrübt“, dieses bekannte Goethe-Zitat trifft wohl auf wenige Menschen so zu, wie auf Hugo Wolf. 1888 gelang Wolf mit der Vertonung der 53 Gedichte von Eduard Mörike der musikalische Durchbruch. Danach folgte eine schier unermüdliche Schaffensperiode, die ihn zunächst in einen Taumel des Entzückens versetzte, und anschließend in tiefe Depressionen fallen ließ. Markus Flaig und Jörg Schweinbenz präsentieren Wolf-Lieder u. a. nach Texten von Mörike, Goethe und Michelangelo. Ergänzt werden die bekannten und weniger bekannten Lieder durch pointierte Zitate aus Hugo Wolfs Briefen. So wird ein vielschichtiges Bild dieses genialen Künstlers gezeichnet. „Monate depressiver Einsamkeit und Weltabkehr wechselten sich ab mit Phasen von geradezu eruptiver Schöpferkraft, in denen er Gedichte in sich aufzusaugen schien und deren Essenz in Töne goss, die ihm einen Ehrenplatz im Himmel der Liederkomponisten bescheren“ – so beschreibt Flaig das Schaffen Wolfs. Programm:
LIEDER NACH EDUARD MÖRIKE (1888)
Fußreise
Der Tambour
Gesang Weylas
An eine Äolsharfe
LIEDER NACH MICHELANGELO BUONARROTI (1897)
(in der Übersetzung von Walter Robert-Tornow)
Wohl denk ich oft
Alles endet
Fühlt meine Seele
AUS DEM SPANISCHEN LIEDERBUCH (1890)
Seltsam ist Juanas Weise (Emanuel Geibel)
Treibe nur mit Lieben Spott (Paul Heyse)
Auf dem grünen Balkon (Paul Heyse)
Herz, verzage nicht geschwind (Paul Heyse)
* PAUSE *
LIEDER NACH JOHANN WOLFGANG VON GOETHE (1888/89)
Drei Gesänge des Harfners aus „Wilhelm Meister“
Wer sich der Einsamkeit ergibt
An die Türen will ich schleichen
Wer nie sein Brot mit Tränen aß
Aus dem „Schenkenbuch des west-östlichen Divan“
Ob der Koran von Ewigkeit sei
Trunken müssen wir alle sein
Solang man nüchtern ist
Sie haben wegen der Trunkenheit
Was in der Schenke waren heute
Weitere Informationen finden Sie unter www.schlossbritz.de